Malen

Schon zu Schulzeiten faszinierte mich der Zeichnungsunterricht ungemein. Ich entdeckte die vielen Möglichkeiten und die grosse Vielfalt der Farben. Stetig war ich bemüht, noch intensiver und deutlicher zu Malen. Ich fing an, mit der Schattierung des Lichtes zu experimentieren. Wenn ein Bild fertig geworden war, suchte ich bereits nach Verbesserungen um es zu optimieren. Stetig ging ich in der Kunst des Malens weiter. Trotz der Lobesworte, die ich sehr genoss, war ich dennoch unzufrieden mit dem Entstandenen. Es genügte mir nicht einfach nur ein Bild zu malen, ich wollte viel mehr.

Zu meiner Schulzeit war meine Mutter schon sehr gut in der Bildhaften Ausdrucksform. Nebst Wasserfarben und Acryl, machte sie in der Brandmalerei sehr schöne Bilder auf verschiedene Holzstücke. Genau diese Art, die Bilder auf Holz zu malen, faszinierte mich zunehmenst. Von meiner Mutter konnte ich viel lernen. Immer zeigte ich ihr meine Bilder, damit sie mir Korrekturen und einen Weg zeigen konnte, der mich in dieser Kunst weiterbrachte. Ich verdanke ihr sehr viel.

Tiger

Das Malen begleitete mich fortwährend, mal ein Stück weniger, in einem anderen Abschnitt stärker. In der Schulzeit immer auf Papier gemalt, wechselte ich in der Zeit meiner Schreinerlehre schliesslich auf Holz. Meine ersten Bilder auf Holz entstanden auf Sperrholzresten, die von meinem Vater in der Werkstatt nicht mehr benötigt wurden. Es war ganz anders zu malen. Dieser Wechsel auf Holzstücke, hatte zwei Gründe, wie ich heute erst weiss. Der eine war die Faszination, die ich an der Brandmalerei erkannte. Der zweite war der, dass ich zu dieser Zeit mit Wasserfarbe gemalt hatte, und ich etwas suchte, das sich mit dem auftragen der Farbe nicht so verformte wie das Papier.

Mit der Umstellung auf Holzmalerei, musste ich das Malen neu erlernen. Ich bemerkte sehr schnell, dass sich die Wasserfarbe mit dem Holz nur schlecht verträgt. Die Farbe war zu wässerig und verzog sich in den Holzfasern ungemein. Somit entdeckte ich eine Malart, die mich bis zum heutigen Tag begleitet, das Acryl.

Acryl ist viel dickflüssiger. Eine ganz neue Technik für mich, die eine Umstellung erforderte, die mich aus meinem Gewohnten völlig herausriss. Nebst den Schwierigkeiten, die ich zu Beginn hatte, öffneten sich jedoch viele neue Möglichkeiten. Ich konnte meinen Bildern noch mehr ausdrucksform geben, die ich dermassen anstrebe.

Malen erwies sich als meine Meditation. Im malen verliere ich mich völlig, die Zeit scheint still zu stehen. Ich investierte immer mehr Zeit in diese Kunst. Ich malte was mich faszinierte, und das war auf meinen Werken nicht zu übersehen, das Asiatische. Das Gebirge, die Tempelanlagen, die vielen Buddhas und Ihre Gottheiten, die verzaubernd schönen Landschaften fesselten mich unglaublich, ich musste immer mehr zu Bild bringen.

Mönch

Meine Malerei fand Menschen, die sich meiner Kunst faszinieren konnte. Und so fing ich an, die ersten meiner Werke zu verkaufen. Das war wieder ein neuer Abschnitt für mich und meine Kunst. Ich hätte zu dieser Zeit nie gedacht, dass ich mit meinen Werken hinausgehen könnte, unter die Menschen bringen und somit ein Teilverdienst erlangen könnte.

Anfangs gab ich Bilder weiter, die ich im Archiv stehen hatte. Doch schon bald stellte ich fest, dass die Menschen spezielle Wünsche hatten, was auf dem Werk zu sehen sein sollte. Ich fing an, mit meiner Kundschaft anhand von Fotos, die er oder sie mir mitgebracht hatte, und meinem Bilderarchiv zusammen, individuell auf seine und ihre Ansprüche einzugehen. Es entstanden Werke, in denen sich meine Kundschaft identifizieren konnte, eine perfekte Mischung aus meiner Kunst und den Bedürfnissen der Auftraggeber.

 

Ihr persönlicher Handwerker